Die Zeit der niedrigen Baukreditzinsen hat anscheinend ein Ende. Investoren werden künftig ihr Geld aus deutschen Pfandbriefen und Bundesanleihen in Aktien umverteilen. Damit wird für Banken künftig die Refinanzierung für Immobilienkredite teurer. Das werden auch die Kreditnehmer zu spüren bekommen. Bereits seit einem Monat sind die Hypothekenzinsen leicht angestiegen.
Zu Beginn der Euro-Krise haben Anleger massiv Aktien verkauft und das Geld lieber in Bundesanleihen und Pfandbriefe investiert. Damit sind deren Kurse in die Höhe geschnellt und als Pendant die Zinsen in den Keller gerutscht. Banken und Kreditinstitute konnten daraufhin Immobilienkredite leichter refinanzieren und so mit günstigen Bauzinsen werben.
Die nachhaltige Lösung hinsichtlich der Griechenland-Krise, durch die Einigung der europäischen Regierungen stärkt auch wieder das Vertrauen der Investoren in Aktien. Laut Prognosen werden die Anleger ihr Geld aus Pfandbriefen und Bundesanleihen abziehen und vermehrt in Aktien investieren. Das beinhaltet künftig fallende Kurse und steigende Zinsen, sowie damit einhergehend teurere Refinanzierungen für Banken.
Immobilienbesitzer, die kurz vor Ablauf ihres Darlehens stehen, sollten also schnellstmöglich ihre Anschlussfinanzierung in Angriff nehmen. Noch sind die Baugeldzinsen sehr niedrig, doch dies ist eher eine Ausnahme, denn eine dauerhafte Einrichtung.